Wo ist die Waffenruhe?
Trotz der Behauptung Israels seit Sonntag, den 18. Januar ab 2 Uhr Morgens eine Waffenruhe einzuhalten haben israelische Soldaten seitdem tagtaeglich ZivilistInnen von der Grenze aus beschossen.
Nur Stunden nachdem die Waffenruhe am 18. Januar begann wurde Maher Abu Arjila, ein 22 jaehriger Bauer in einem Dorf namens Khaza’a von israelischen Soldaten erschossen. Ein weiterer Bewohner des Dorfes wurde verletzt als das Gebaeude unter dem er stand zusammenbrach, weil Soldaten es beschossen.
Einige Tage spaeter, am Abend des 25. Januar wurde Subhe Kdah verletzt als Soldaten ins Dorf schossen und am Montag den 26. Januar berichteten die BewohnerInnen, dass Soldaten in der direkten Umgebung einer UN Schule Schuesse abgaben.
Am Dienstagmorgen, den 27. Januar wurde Arwan al Ibrim, ein junger Bauer von der israelischen Armee ermordet. Dies geschah im Dorf Al Farahin, oestlich der Stadt Khan Younis, das wie die anderen Doerfer im Sueden des kleinen Gazastreifens liegt.
Wie Augenzeugen berichteten, pflueckte der 27 jaehrige Arwan Petersilie und Spinat auf den landwirtschaftlichen Flaechen des Dorfes, ca 700 m von der sogenannten Greenline entfernt, als von mehreren israelischen Militaerjeeps jenseits der Grenze das Feuer eroeffnet wurde – mehr als 30 Schuesse in schneller Folge. Die sieben arbeitenden Bauern versuchten sofort Deckung vor den Kugeln zu suchen, Arwan wurde in den Hals getroffen und starb sofort.
Die Arbeit auf diesem Land wurde nach mehr als sechsmonatigem Stillstand gerade erst vor Kurzem wieder aufgenommen. Die Gegend war als zu gefaehrlich eingeschaetzt worden, nachdem dort bereits im Maerz 2008 eine grosse Militaerinvasion Israels und natuerlich der jüngste 3-woechige Krieg gegen Gaza stattgefunden hatte. Obwohl die Region immer noch als gefaehrlich eingeschaetzt wurde, hatte Arwan sich entschieden seine Arbeit wieder aufzunehmen, da er damit die aerztliche Versorgung seines gelaehmten Vaters finanzieren wollte. Der Verdienst fuer seine landwirtschaftliche Arbeit dort betrug nur 20 Shekel (ca 5 Euro) am Tag.
Seine Mutter klagte, dass sie und sein Vater ihn angefleht hatten zum Fruehstueck zu Hause zu bleiben, Arwan dies aber ablehnte, da er meinte es gaebe viel Arbeit zu tun und er wolle anfangen bevor die Armee wieder kommt und zu schiessen beginnt. Nur zwei Stunden spaeter musste die Familie aus dem Fernsehen erfahren, dass Arwan umgebracht worden war.
Spaeter am gleichen Tag wurde ein junger Mann innerhalb von Khan Younis ernsthaft verletzt, als eine israelische Drone auf ihn feuerte. Hayan As Ser wurde ins Nasser Krankenhaus gebracht und sein Zustand ist immer noch kritisch.
Auch die schon vor dem Krieg taeglich berichteten Uebergriffe auf die Gazauischen Fischer gehen seit der Ankuendigung der einseitigen Waffenruhe Israels unvermindert weiter, was darin resultierte, dass am 26. Januar der Kapitaen eines der Fischerboote mit einer Kugel im Bein ins Krankenhaus eingeliefert wurde nachdem ein israelisches Marineschiff die Fischer unter Beschuss genommen hatte.
Am 27. Januar konnte sich Iyad al Hissi gerade noch aus dem Radhaus des Bootes retten, das regelrecht zusammengeschossen wurde, obwohl sich das Boot in Gewaessern weniger als eine Seemeile vom Ufer entfernt befand. In beiden Faellen, so berichteten die Fischer, schienen die Schuesse in der Absicht zu toeten abgegeben worden zu sein.
Obwohl diese Angriffe auf Fischer auch waehrend des sechsmonatigen sogenannten Waffenstillstands auf taeglicher Basis vorkamen berichten die MenschenrechtsaktivistInnen, die schon damals die Fischer begleiteten, dass die Angriffe nun noch schlimmer seien: “Waehrend des sechsmonatigen Waffenstillstands wurden die Fischer jeden Tag unter Beschuss genommen, aber nun passiert es noch viel naeher am Ufer –ein bis zwei Meilen vom Ufer entfernt”, berichtet einer der internationalen Menschenrechtsaktivisten. Das internationale Recht spricht den palaestinensischen Fischern 20 Meilen zu, die israelische Regierung selbst hat ihnen eine Grenze von sechs Meilen auferlegt.
Zu diesen Bruechen der Waffenruhe kommt ausserdem die Bombardierung der Umgebung des Hafens von Gaza, die fuenf Tage nach Beginn der Waffenruhe noch andauerte und zu mehreren Verletzten fuehrte (wie z.B. der siebenjaehrige Ahmed Hassanian, der in den Kopf getroffen wurde) und die Bombardierung der Amal Nachbarschaft oestlich Beit Hanouns im Norden des Gazastreifens, wobei es einen Toten und einen Verletzten gab. All diese Vorfaelle fuehren die Behauptungen Israels ueber seine angebliche Waffenruhe ad absurdum.
“Wo ist die Waffenruhe?” fragt Arwans alte Mutter bitter und fordernd. “Sie sagten es wuerde eine Waffenruhe geben, aber nichts gibt es!”










Hm, interessanter Bericht, vielleicht in der Gesamtheit etwas unreflektiert und einseitig dargestellt.
http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2009/1/27/news-108357141/detail.html
Ganz meine Meinung, das gilt für alle Berichte hier: Einseitig und unreflektiert.
Warum darf die Hamas unkommentiert die Waffenruhe brechen mit Bombenanschlägen, und wehe es wird zurückgeschossen, dann ist natürlich wieder Israel ganz arg böse, “wie die Juden eben so sind” werden hier in diesem Forum die Leute denken. Antisemitismus pur.
Wenn es den Iranern tatsächlich gelingen sollte weitreichende Raketen (wie im obigen Link zu lesen) nach Gaza zu bringen, sollte die Hamas solch eine Rakete abschiessen, dann wird im Gaza kein Stein mehr auf dem anderen stehen bleiben, und der “Krieg” bisher wird wie ein Pups erscheinen.
Ja, wo ist sie die Waffenruhe?
In den letzten 2 Wochen wurden wieder etliche Raketen aus Gaza abgeschossen.
Prinzipiell könnte Israel deswegen die Grenzen wieder für Hilfslieferungen schliessen, und die Kampfbomber losschicken. Tun sie aber nicht. Noch nicht.
Hören Sie doch auf mit diesen gelaber es geht hier um ein Besetztes Land also haben die Palästinenser das volle Recht auf Verteidigung .
# # 2 Markus sagt:
Januar 30th, 2009 at 18:08
Ganz meine Meinung, das gilt für alle Berichte hier: Einseitig und unreflektiert.
Warum darf die Hamas unkommentiert die Waffenruhe brechen mit Bombenanschlägen, und wehe es wird zurückgeschossen, dann ist natürlich wieder Israel ganz arg böse, “wie die Juden eben so sind” werden hier in diesem Forum die Leute denken. Antisemitismus pur.”
ja welche Waffenruhe`Israel hält sich seit jahren an keine Ruhe und
Und den einzigen ANtisemitimus ist der Nationzionistisce Kolonialismus gegen die einheimischen Semiten.
Juden als Schutztschild missbrauchen, zu sagen die Verbrechen würden im Namen des Judentum begangen obwohl man nur seinen Zionistischen Rassenwahn vertritt und dann beschweren wenn es irgend wer glaubt.
“Wenn es den Iranern tatsächlich gelingen sollte weitreichende Raketen (wie im obigen Link zu lesen) nach Gaza zu bringen, sollte die Hamas solch eine Rakete abschiessen, dann wird im Gaza kein Stein mehr auf dem anderen stehen bleiben, und der “Krieg” bisher wird wie ein Pups erscheinen.”
Oh was dann Atombomben? ISrael hat doch schon wegen weniger tausende Menschen umbegracht.
“# # 3 Markus sagt:
Januar 31st, 2009 at 22:06
Ja, wo ist sie die Waffenruhe?”
ja wo denn ? Israel tötet weiter Palestinser aber es wird erst dann von Bruch der Waffenruhe gesprochen sobald irgend was passiert.
So als sie den Strand bombadiert haben und dann danach es Hies “Hamas habe die Waffenruhe gebrochen”.
“In den letzten 2 Wochen wurden wieder etliche Raketen aus Gaza abgeschossen.
Prinzipiell könnte Israel deswegen die Grenzen wieder für Hilfslieferungen schliessen, und die Kampfbomber losschicken. Tun sie aber nicht. Noch nicht.”
Was für Hilfslieferungen? Essenreste und Medikamnete die man nicht brauchen würde wenn israels Terror nicht geben
Gut das man die (angebliche) Anzahl der Raketen der hamas “zählt” aber keien Angaben über israelischen Raketen welche natürlich nicht erwähnsenwert sind.
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