Erteilung weiterer Abrissverfügungen in Ost-Jerusalem
5. August
Acht Palästinenser wurden am Mittwoch von israelischen Polizeikräften angegriffen und verwundet, als diese Abrissorder an Bewohner im Al-Bustan Viertel in Ost-Jerusalem aushändigen wollten.
Die Polizisten setzten Tränengas gegen die Einwohner ein, als diese sich den Beamten entgegenstellten, die Abrissverfügungen für fünf Häuser in dem dichtbevölkerten Stadtteil mitgebracht hatten, in dem derzeit bereits 90 Häusern eine Zerstörung droht.
Die Polizeikräfte konfiszierten auch den Ausweis von Musa Odeh, einem Mitglied des Bürgerkomitees von Al-Bustan, welches sich dem friedlichen Widerstand gegen die Häuserzerstörungen verpflichtet hat.
Al-Bustan ist Teil des Gebietes Silvan, einem an die Altstadt Jerusalems grenzenden Tal. Die von Israel kontrollierte Stadtverwaltung Jerusalems gibt an, die Häuser einreißen und einen Park anlegen zu wollen.
Die israelischen Behörden behaupten, die palästinensischen Häuser seien ohne Baugenehmigungen errichtet worden. Diese werden Palästinensern äußerst selten erteilt. Einige der Gebäude waren jedoch bereits vor der Besetzung und Annektierung Ost-Jerusalems durch Israel 1967 gebaut worden.
Israel`s Anspruch auf Ost-Jerusalem, das Teil des Westjordanlandes ist, wird durch die internationale Gemeinschaft nicht anerkannt.
Quelle: Ma’an










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