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	<title>International Solidarity Movement Germany &#187; Flüchtlinge &amp; Gefangene</title>
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		<title>Israel inhaftierte meinen Vater für den friedlichen Widerstand gegen die Besetzung</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 12:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge & Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron Region]]></category>
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Zusammen mit Hassan Mousa und Zaydoon Srour  wurde Ibrahim Amireh vom Bürgerkomitee Ni’lin am 12. Juli zu  zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Sein Sohn Saeed berichtet:Am 12. Januar 2010 wurde mein Vater Ibrahim von der israelischen Armee verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis für die Organisation und Teilnahme an den friedlichen Protesten gegen die israelische  Mauer in der besetzten Westbank verurteilt . Die Mauer trennt uns von unserem Land und unseren Olivenhainen und raubt uns die Grundlagen für unseren Lebensunterhalt.
Die Anklage beruht auf erzwungenen Geständnissen von Teenagern. Mein ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ism-germany.net/wp-content/100716-nilin-wall.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2047" title="100716-nilin-wall" src="http://www.ism-germany.net/wp-content/100716-nilin-wall.jpg" alt="100716 nilin wall Israel inhaftierte meinen Vater für den friedlichen Widerstand gegen die Besetzung" width="483" height="322" /></a></p>
<p><strong>Zusammen mit Hassan Mousa und Zaydoon Srour  wurde Ibrahim Amireh vom Bürgerkomitee Ni’lin am 12. Juli zu  zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Sein Sohn Saeed berichtet:<span id="more-2043"></span></strong>Am 12. Januar 2010 wurde mein Vater Ibrahim von der israelischen Armee verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis für die Organisation und Teilnahme an den friedlichen Protesten gegen die israelische  Mauer in der besetzten Westbank verurteilt . Die Mauer trennt uns von unserem Land und unseren Olivenhainen und raubt uns die Grundlagen für unseren Lebensunterhalt.</p>
<p><em>Die Anklage beruht auf erzwungenen Geständnissen von Teenagern. </em>Mein Vater wurde der folgenden Vergehen beschuldigt: Anwesenheit in einer geschlossenen militärischen Zone. Die „militärische Zone“ ist in Wirklichkeit unser Hain von Olivenbäumen, der von Israel bei Beginn des Mauerbaus zur militärischen Zone erklärt wurde. Die fortgesetzte Konstruktion der Mauer ist eine klare Verletzung eines Urteils des Internationalen Gerichtshofesvom Juli 2004, das die Mauer nach internationalem Recht für illegal erklärte.</p>
<p><em>Organisation von illegalen und gewaltsamen Demonstrationen. </em>Mein Vater ist ein erklärter Gegner der Gewalt und hat andere oft davon abgehalten, mit Gegengewalt zu reagieren, wenn die israelische  Armee uns angriff.</p>
<p><em>Anstiftung zum Steinewerfen und zum Einsatz anderer gewaltsamer Methoden.</em> Die israelischen  Behörden behaupten, dass mein Vater  Demonstrationsteilnehmer bezahlt hat, um Steine auf Soldaten, ihre Jeeps und die Mauer zu werfen. Das ist absurd. Nachdem mein Vater vor zwei Jahren begann, sich für die gewaltfreien Proteste zu engagieren, haben die israelischen Behörden seine Arbeitserlaubnis aufgehoben. Er war seitdem arbeitslos und es war schwer für ihn, genug zu essen für meine sechs Geschwister, meine Mutter und für mich auf den Tisch zu bringen. Die Behauptung, dass er andere für das Steinewerfen oder die Beschädigung der Mauer bezahlt,verhöhnt  die tägliche schreckliche Realität unseres Lebens und des Lebens anderer Palästinenser unter der Besatzung.</p>
<p><em>Diese Anklagepunkte basieren auf den erzwungenen Geständnissen von zwei Jugendlichen aus Nilin, von denen einer psychisch krank  ist.</em></p>
<p><em>Israelische Armee schickaniert Ibrahim Amirehs Familie. </em>Mein Vater macht sich vor allem Sorgen um uns, seine Familie. Nicht nur weil es jetzt schwerer ist, das Nötigste zum Leben zu sichern, sondern auch weil unsere Familie regelmäßig von der israelischen Armee schikaniert wird. Unser Haus war das Ziel von 25 nächtlichen Razzien, acht seit der Verhaftung meines Vaters. Manchmal werden wir nur bedroht und drangsaliert. Einige Male kamen die Soldaten mit Hunden an, die sie im Haus freiließen; das Haus wird dann durchsucht und es entsteht großer Schaden. Meine fünfjährigen Zwillingsbrüder haben deshalb Angstzustände und leiden unter Alpträumen.</p>
<p><em>Bürgerkomitee Ni’lin sieht friedliche Proteste gegen die Mauer als einzige Lösung</em>. Mein Vater  erstrebt  nichts mehr als Frieden und Freiheit und er ist überzeugt, dass ein andauernder  Friede nur mit friedlichen Mitteln erreicht werden kann. Seiner Meinung nach vergrössert Gewalt nur den Hass und die Verfahrenheit der Lage und verschlechtert das Leben der Palästinenser unter der Besatzung. Deshalb lehrte er uns, Gewalt nie als Lösung in unserem Kampf für die Wiederherstellung unserer Rechte einzubeziehen.</p>
<p>Auf der anderen Seite glaubt er, dass es unsere Pflicht ist, gegen das Unrecht zu protestieren, dass die Existenz der Einwohner des Dorfes Nilin zerstört. Deshalb kamen die Einwohner von Nilin zusammen und bildeten das Bürgerkomitee Nilin gegen die Mauer, als im Mai 2008 Israel die Route der Mauer direkt durch unsere Olivenhaine markierte und damit ein Drittel des Dorflandes stahl. Das Bürgerkomitee organisiert den friedlichen Widerstand gegen die Konstruktion der Mauer.</p>
<p>Mein Vater wurde vom Bürgerkomitee in das Leitungsteam und zum offiziellen Vertreter gewählt, weil die Welt die Wahrheit über uns sehen sollte: wir sind ein friedliches Volk, das die Gewalt ablehnt und niemandem schaden will&#8230;</p>
<p><em>Mai 2008: Ankunft der Bulldozer in Ni‘lin</em></p>
<p>Am 27. Mai 2008 begannen wir unsere Proteste und blockierten die Bulldozer, die unsere Olivenbäume aus der Erde rissen. Wir liefen mit erhobenen Händen, damit die isrealischen Soldaten sehen konnten, dass wir nicht bewaffnet waren. Anfangs hatten wir Erfolg und die Bauarbeiten wurden aufgehalten. Bald aber setzte die israelische Armee Schmettergranaten, Tränengaskanister, gummiummantelte Stahlkugeln und sogar scharfe Munition ein, um unsere friedlichen Demonstrationen aufzulösen.</p>
<p>Seit Beginn der Demonstrationen wurden fünf Menschen von israelischen Soldaten getötet, darunter der 10 -jährige Ahmed Moussa. Mehr als 500 Menschen wurden festgenommen. Wir erlebten Ausgangssperren, die Zerstörung von Eigentum und Scharfschützen auf den Dächern unserer Häuser, die Demonstranten auf die Beine schießen – alles Versuche, um von der Teilnahme an den gewaltfreien Protesten abzuschrecken. Meine 12-jährige Schwester Sammer wurde mit scharfer Munition in die Hand geschossen, einfach weil sie an den Protesten teilnahm. Meine 10-jährige Schwester Rajaa wurde von einer Schmettergranate in Bein getroffen, weil sie Scharfschützen davon abhalten wollte, auf unser Dach zu klettern, um Demonstranten zu beschießen.</p>
<p>Unser Dorf Nilin wird in ein Gefängnis verwandelt. Der derzeitige Eingang  zum Dorf wird geschlossen und durch einen Tunnel ersetzt werden, der unter der Strasse #446 gebaut wird, die dann nur von israelischen Siedlern benutzt werden darf. Der Tunnel wird Nilin nicht nur teilen. Die isralische Armee hat dann volle Kontrolle darüber, wann und ob der Zugang zum Dorf erlaubt ist.Und wir können so von der Außenwelt abgeschlossen werden.</p>
<p><em>Drei Friedensaktivisten werden zu Gefängnisstrafen verurteilt</em></p>
<p>Am Montag, den 12. Juli verurteilte das Militärgericht in Ofer meinen Vater zu 11 Monaten und 15 Tagen Gefängnis und einer Geldstrafe von 9000 Shekel ($2330) und verbot die weitere Teilnahme an den Protesten. Um einen  längeren Gefängnisaufenthalt zu vermeiden, bekannte mein Vater sich schuldig. Wir haben zwei Monate, um für die 9000 Shekel aufzukommen, haben aber keine Chance. Wenn wir die Geldstrafe nicht bezahlen, verlängert sich die Gefängnisstrafe auf 20 Monate und 15 Tage.</p>
<p>Zusammen mit meinem Vater erhielten zwei weitere Mitglieder des Bürgerkomitees Ni&#8217;lin  die gleiche Strafe: Hassan Mousa und Zaydoon Srour. Ihre Familien durchleben den gleichen Alptraum wie wir.<br />
Von der Verhaftung im Januar bis zur Verurteilung im Juli 2010 wurden 15 Gerichtsanhörungen durchgeführt. Wir denken, dass die israelische Besatzungsbürokratie absichtlich das Gerichtsverfahren verlängert, als zusätzliche Bestrafung für meinen Vater und seine Familie.Vor jedem Gerichtstermin muss er von sechs Uhr morgens bis zwei Uhr mittags in einem heißen Zimmer ohne Nahrung oder Wasser warten. Wenn die Anhörung beginnt, ist er müde, hungrig und durstig.</p>
<p>Wenn wir unseren Unterdückern gegenüberstehen, versuchen wir immer stark zu bleiben. Jedoch, als das Urteil verlesen wurde, begann meine Mutter zu weinen. Wir mussten zusehen, wie mein Vater, Hassan und Zaydoon in Fesseln aus dem Raum geführt wurden. Als mein Vater gefragt wurde, ob er etwas sagen wollte, betonte er, dass dieses Urteil gegen dieMenschlichkeit verstosse und wir alle unter der Besetzung leiden&#8230;</p>
<p>Wir machen uns große Sorgen um meinen Vater, der krank ist und im Gefängnis nicht die Medikamente bekommt, die er braucht. Wir sind auch sehr traurig, weil ihn bisher nach vier Monaten im Gefängnis  nur meine Mutter besuchen konnte. Trotzdem sieht mein Vater die gewaltfreien Proteste als einzige Lösung.</p>
<p>Bitte zeigen Sie Ihre Unterstützung für Ibrahim Amireh und Ihren Protest gegen seine illegal Inhaftierung; weitere Information finden Sie auf der Facebook Gruppe “Support My Father: Peace &amp; Freedom Activist Ibrahim Amireh.“</p>
<p>Saeed Amireh, Sohn von Ibrahim Amireh, kommt aus dem Dorf Ni’lin im besetzten Westjordanland.</p>
<p><a href="http://electronicintifada.net/v2/article11399.shtml" target="_blank">Der englische Originalartikel erschien am 16. Juli 2010 bei The Electronic Intifada. </a></p>
<p><em>Übersetzung: Martina Lauer (ISM) / Bild: Keren Manor (<a href="http://www.activestills.org" target="_blank">ActiveStills</a>)</em></p>
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		<title>Israelische Armee verhaftet ehemalige EU-Parlamentarierin</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 11:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Dorfbewohner von Bil’in, israelische und internationale Aktivisten protestierten am Freitag gegen die Apartheidmauer. Unter den Teilnehmern war eine grosse Solidaritätsgruppe aus Italien mit Luisa Morgantini, der ehemaligen Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, die schon wiederholt an Bil’ins Protesten teilnahm.
Die Demonstranten hatten an der Mauer nur zehn Minuten, um ihrem Protest gegen die illegale Besatzungspolitik Israels Ausdruck zu geben, dann setzte die israelische Armee Tränengaskanister und Schmettergranaten ein, um die Teilnehmer ins Dorf zurückzujagen. Dabei wurde Frau Morgantini zusammen mit drei weiteren Aktivisten verhaftet, nach einer halben Stunde wieder ohne Verletzungen freigelassen.

Viele ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.ism-germany.net/wp-content/bilin_230710.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2041" title="bilin_230710" src="http://www.ism-germany.net/wp-content/bilin_230710.jpg" alt="bilin 230710 Israelische Armee verhaftet ehemalige EU Parlamentarierin" width="579" height="386" /></a></strong></p>
<p><strong>Dorfbewohner von Bil’in, israelische und internationale Aktivisten protestierten am Freitag gegen die Apartheidmauer. Unter den Teilnehmern war eine grosse Solidaritätsgruppe aus Italien mit Luisa Morgantini, der ehemaligen Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, die schon wiederholt an Bil’ins Protesten teilnahm.</strong><span id="more-2040"></span></p>
<p>Die Demonstranten hatten an der Mauer nur zehn Minuten, um ihrem Protest gegen die illegale Besatzungspolitik Israels Ausdruck zu geben, dann setzte die israelische Armee Tränengaskanister und Schmettergranaten ein, um die Teilnehmer ins Dorf zurückzujagen. Dabei wurde Frau Morgantini zusammen mit drei weiteren Aktivisten verhaftet, nach einer halben Stunde wieder ohne Verletzungen freigelassen.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/57UKBbztPtE" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/57UKBbztPtE" /></object></p>
<p>Viele litten unter dem Tränengas, und einige Schockgranaten setzten Felder in Brand. Die Demonstration war ein weiterer Beleg für Israels Versuch, die Proteste durch gezielte und willkürliche Verhaftungen lahmzulegen.</p>
<p><em>Text: Martina Lauer (ISM) / Bild: Hamde Abu-Rahma<br />
</em></p>
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		<title>Schwedischer Friedensaktivist verhaftet</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 09:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zehn Tage nach seiner Teilnahme an einer friedlichen Demonstrationen wurde eine schwedische Friedensaktivisten im besetzten Hebron von israelischen Polizisten verhaftet und einem Richter in Jerusalem vorgeführt.
Der Krankenpflegerschüler Marcus Rednanver wurde am 20. Juli gegen 23 Uhr an einem Checkpoint nahe des von israelischen Siedlern besetzten Stadteils Tel Rumeida gewaltsam festgenommen. Rednaver wurden keine Informationen zum Ort seiner Haft gemacht, vermutlich handelte es sich aber um eine Polizeiwache nahe Hebron.
Rednanver wurde am 21. Juli um 12.30 Uhr in Fuß- und Handschellen einem Jerusalemer Haftrichter vorgeführt. Ihm wird vorgeworfen während einer Demonstration ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zehn Tage nach seiner Teilnahme an einer friedlichen Demonstrationen wurde eine schwedische Friedensaktivisten im besetzten Hebron von israelischen Polizisten verhaftet und einem Richter in Jerusalem vorgeführt.</strong><span id="more-2012"></span></p>
<p>Der Krankenpflegerschüler Marcus Rednanver wurde am 20. Juli gegen 23 Uhr an einem Checkpoint nahe des von israelischen Siedlern besetzten Stadteils Tel Rumeida gewaltsam festgenommen. Rednaver wurden keine Informationen zum Ort seiner Haft gemacht, vermutlich handelte es sich aber um eine Polizeiwache nahe Hebron.</p>
<p>Rednanver wurde am 21. Juli um 12.30 Uhr in Fuß- und Handschellen einem Jerusalemer Haftrichter vorgeführt. Ihm wird vorgeworfen während einer Demonstration in Hebron israelische Soldaten angegriffen zu haben. Rednanver sowie mehrere Augenzeugen streiten die Vorwürfe ab.  Der Richter ordnete zunächst eine zweitägige Untersuchungshaft an.</p>
<p>Mehr zu dem Fall in den kommenden Tage auf ism-germany.net&#8230;</p>
<p><em>Text: Fabian Köhler (ISM) / Bild: ISM</em></p>
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		<title>Adeeb Abu Rahma: Aktivist aus Bil’in bleibt im Gefängnis</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 04:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
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Am 30. Juni forderte* ein Ankläger der israelischen Armee eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren für den Friedensaktivisten Adeeb Abu Rahma aus dem palästinensischen Dorf Bil’in in der Westbank. Sieben Tage später lautete das Urteil auf ein Jahr Gefängnisstrafe, was eine sofortige Freilassung für den 40-jährigen Aktivisten bedeutet hätte, der vor einem Jahr, am 10. Juli 2009 bei Bil’ins wöchentlicher Demonstration gegen die Mauer verhaftet wurde.Israelische Militärankläger legten sofort Berufung gegen das „zu milde“ Urteil ein und beantragten, dass Adeeb Abu Rahma bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens in Haft bleibe. Militärrichter ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.ism-germany.net/wp-content/adeeb-abu-rahma-activestills-photo-400x2662.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1925" title="adeeb-abu-rahma-activestills-photo-400x266" src="http://www.ism-germany.net/wp-content/adeeb-abu-rahma-activestills-photo-400x2662.jpg" alt="adeeb abu rahma activestills photo 400x2662 Adeeb Abu Rahma: Aktivist aus Bil’in bleibt im Gefängnis" width="400" height="266" /></a></strong></p>
<p><strong>Am 30. Juni forderte* ein Ankläger der israelischen Armee eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren für den Friedensaktivisten Adeeb Abu Rahma aus dem palästinensischen Dorf Bil’in in der Westbank. Sieben Tage später lautete das Urteil auf ein Jahr Gefängnisstrafe, was eine sofortige Freilassung für den 40-jährigen Aktivisten bedeutet hätte, der vor einem Jahr, am 10. Juli 2009 bei Bil’ins wöchentlicher Demonstration gegen die Mauer verhaftet wurde.</strong><span id="more-1924"></span>Israelische Militärankläger legten sofort Berufung gegen das „zu milde“ Urteil ein und beantragten, dass Adeeb Abu Rahma bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens in Haft bleibe. Militärrichter Oberstleutnant Benisho gab dem Antrag der Anklage statt mit dem Argument, dass im Falle Abu Rahmas keine Präzedenzbeispiele vorlägen, die seine Freilassung während des Berufungsverfahrens gestatten würden. Im Gegensatz dazu wiesen Abu Rahmas Verteidiger auf Gerichtsfällein der Vergangenheit, in denen eine Freilassung während des Berufungsverfahrens trotz erheblich längerer Gefängnisstrafen gestattet wurde. Abu Rahma, der Alleinverdiener für eine Familie von neun Kindern, muss deshalb auf ungewisse Zeit im Gefängnis bleiben, obwohl er seine Strafe bereits verbüsst hat.</p>
<p>Die Geschichte des Taxifahrers und Friedensaktivisten Adeeb Abu Rahma beschreibt in kafkaesker Weise die bürokratische Maschinerie der israelischen Militärbesetzung in der Westbank.</p>
<p>Auf der Basis von Verhören von minderjährigen Jugendlichen aus Bil’in, die von der IDF nachts verhaftet und verschleppt wurden, lautete die Anklage auf Störung der öffentlichen Ordnung, Aufwiegelung und Betreten einer militärischen Zone. Viele der „Fakten“, die bei diesen Verhören in Abwesenheit der Eltern oder Anwälte herauskamen, erwiesen sich später als falsch.</p>
<p>Das Bürgerkomitee von Bili’in organisiert die wöchentlichen Demonstrationen gegen die Mauer auf der Grundlage der Gewaltfreiheit und wurde bei Besuchen von Gandhis Enkel Rajmohan Gandhi und Martin Luther Kings ältestem Sohn Martin Luther King III als Modell für den gewaltfreien Widerstand gelobt. Adeeb Abu Rahma war seit Gründung des Bürgerkomittees ein aktives Mitglied, und die Teenager bestanden während seines Gerichtsverfahrens darauf, dass ihre belastenden Aussagen unter erheblichem Druck zustande kamen. Zusätzlich zu erzwungenen Geständnissen beriefen sich die Ankläger der israelischen Armee auf Fotos und Video, die Abu Rahma bei einem Protest angeblich mit einem Megaphon in der Hand bei der „Aufwiegelung“ zum Steinewerfen zeigen. Das Megaphon auf den Fotos entpuppte sich später als Zwiebel, einem oft benutzten Hausmittel gegen die Wirkungen des Tränengases, und die Videos wurden auf unerklärliche Weise gelöscht, bevor die  Verteidigung sie einsehen konnte. Das Gericht akzeptierte das Beweismaterial der Anklage trotzdem.</p>
<p>Amnesty International wies im Juni 2010 daraufhin, dass der weite Ermessensspielraum der israelischen militärischen Verordnungen dazu führen könne, dass Abu Rahma allein wegen der Ausübung seines Rechtes auf freie Meinungsäusserung im friedlichen Widerstand gegen die israelische Politik in der Westbank verurteilt würde. „In diesem Fall würden wir ihn als politischen Gefangenen ansehen und seine sofortige bedingungslose Freilassung fordern.“ AI liegen keine glaubwürdigen Beweise vor, dass Adeeb Abu Rahma selbst Gewalt angewandt oder befürwortet habe.</p>
<p><em>*Ursprünglich wurde berichtet, dass Adeeb am 30. Juni zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde. Dieser Bericht war nicht korrekt. Die Militärankläger hatten zwei Jahre Gefängnis gefordert und die Urteilsfindung wurde auf den 7. Juli verschoben.</em></p>
<p><em>Weitere Informationen zu Adeeb Abu Rahme gibt es<a href="http://www.bilin-village.org/english/articles/press-and-independent-media/Another-Palestinian-Gandhi-Crushed-by-Israel" target="_blank"> hier</a>,<a href="http://www.bilin-village.org/english/articles/press-and-independent-media/Rajmohan-Gandhi-Bilin-a-model-for-nonviolent-resistance" target="_blank"> hier</a> und<a href=" www.bilin-village.org/english/.../Martin-Luther-King-III-visits-Bilin" target="_blank"> hier</a>.</em></p>
<p><em>Text: Martina Lauer / Bild: <a href="http://www.activestills.org" target="_blank">ActiveStills</a></em></p>
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		<title>Israelischer Soldat attackiert Deutschland-Fans</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 10:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während die deutsche Fußballnationalmanschaft in Kapstadt Argentinien aus dem Turnier warf, attackierte ein israelischer Soldat drei Palästinenser erst mit Tränengas, knüppelte dann auf sie ein und ließ sie abschließend festnehmen. Der Grund: Sie hatten Deutschland im Radio zugejubelt.
Dem Jerusalemer Zentrum für soziale und wirtschaftliche Rechte zufolge ereignete sich der Vorfall am 3. Juni südlich von Bethlehem. Khaled Barakat befand sich zusammen mit seinen Söhnen Feras und Ra&#8217;aft sowie seinem Neffen Na&#8217;im auf dem Weg zu ihrem Zuhause im palästinensischen Dorf Beit Safafa.
Die Familie verfolgte die Übertragung des Fußballspiels Deutschland-Argentinien im ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während die deutsche Fußballnationalmanschaft in Kapstadt Argentinien aus dem Turnier warf, attackierte ein israelischer Soldat drei Palästinenser erst mit Tränengas, knüppelte dann auf sie ein und ließ sie abschließend festnehmen. Der Grund: Sie hatten Deutschland im Radio zugejubelt.<span id="more-1911"></span></strong></p>
<p>Dem Jerusalemer Zentrum für soziale und wirtschaftliche Rechte zufolge ereignete sich der Vorfall am 3. Juni südlich von Bethlehem. Khaled Barakat befand sich zusammen mit seinen Söhnen Feras und Ra&#8217;aft sowie seinem Neffen Na&#8217;im auf dem Weg zu ihrem Zuhause im palästinensischen Dorf Beit Safafa.</p>
<p>Die Familie verfolgte die Übertragung des Fußballspiels Deutschland-Argentinien im Radio und jubelte gerade aufgrund eines der deutschen Torschüsse, als ein israelischer Soldat den Wagen anhielt und begann die Insassen anzugreifen. Nachdem der Soldat Barakat und seine Familie als Fliegen beschmipft hatte, begann er Tränengas in der Innere des Wagens zu sprühen . Auf die Frage Barakats warum er dies tue, antwortete der Soldat: „Weil du Deutschland unterstützt“ und schlug mit seinem Einsatzstock auf Barakat ein.</p>
<p>Wie Barakat weiter berichtet, wurde er und seiner Familie anschließend zur Polizeiwache Moria gebracht, wo ihm nun vorgeworfen wurde, den Soldaten angegriffen zu haben. Barakat, seine Söhne und sein Neffe wurden im Laufe des nächsten Tages wieder freigelassen.</p>
<p>Am Körper Barakats, seiner Söhne und seines Neffen fanden sich durch das Tränengas hervorgerufene Verbrennungen. Die Familie hat mittlerweile einen israelische Anwalt mit der Anklage des israelischen Soldaten betraut.</p>
<p><em>Text: Fabian Köhler (ISM) / Bild: Justin McIntosh</em></p>
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		<title>Israelische Behörden foltern 15-jährigen Jungen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 13:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge & Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Elektroschock]]></category>
		<category><![CDATA[Folter]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron Region]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Israelische  Verhörbeamte folterten palästinensiches Kind, das zuvor festgenommen wurde und  in ein Gefangenenlager gebracht wurde. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur IMEMC berichtet, sollen die Beamten Stromkabel an die Genetalien des Kindes angeschlossen haben.
Das 15-jährige Kind wurde in der Stadt Hebron im südlichen Westjordanland festgenommen weil es angeblich Steine auf Militärfahrzeuge geschmissen hatte. Der Junge stritt dies jedoch ab. Der Junge wurde in ein militärisches Auffanglager gebracht, schon auf dem Weg dorthin wurde er  von den Soldaten geschlagen und getreten.
Die Soldaten versuchten ihm auf diesem Weg ein Geständnis zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Israelische  Verhörbeamte folterten palästinensiches Kind, das zuvor festgenommen wurde und  in ein Gefangenenlager gebracht wurde. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur IMEMC berichtet, sollen die Beamten Stromkabel an die Genetalien des Kindes angeschlossen haben.</strong><span id="more-1839"></span></p>
<p>Das 15-jährige Kind wurde in der Stadt Hebron im südlichen Westjordanland festgenommen weil es angeblich Steine auf Militärfahrzeuge geschmissen hatte. Der Junge stritt dies jedoch ab. Der Junge wurde in ein militärisches Auffanglager gebracht, schon auf dem Weg dorthin wurde er  von den Soldaten geschlagen und getreten.</p>
<p>Die Soldaten versuchten ihm auf diesem Weg ein Geständnis zu erzwingen, dass er mit Steinen geworfen hatte. Nachdem er verprügelt und gequält wurde, und immer noch kein „Geständnis“ ablegte, wurden die elektrischen Drähte angebracht. Einer der Verantwortlichen sagte ihm dass wen er mit ihm fertig sei, er nie wieder in der Lage wäre Vater zu werden. Daraufhin fesselte er ihn an einen Stuhl und benutzte die Elektroschocks damit das Kind „alles gestand was er wollte“.</p>
<p><em>Text: Ines Techt</em></p>
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		<title>Besatzungstruppen verschleppen nahe Hebron über 20 Männer</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 15:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge & Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Dura]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron Region]]></category>
		<category><![CDATA[palästinensische Gefangene]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstagmorgen drangen Truppen der israelischen Armee mit dutzenden Jeeps in die palästinensische Stadt Dura ein und nahmen der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma&#8217;an zufolge, mehr als 20 Menschen gefangen.
Örtlichen Behörden zufolge sollen insgesamt 26 Männer verschleppt worden sein, nachdem israelische Soldaten zuvor in der Stadt nahe Hebron in mehrere Wohnungen einbrachen. Unter den Gefangenen sollen sich mehrere Angehörige der selben Familie gehören.
Eine Sprecherin der israelischen Armee bestätigte die Festnahmen berichtete aber, dass der Grund der Gefangennahmen sowie Dauer der Haftzeit nicht bekannt seien. Bisher ist auch nicht bekannt wohin die Männer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Dienstagmorgen drangen Truppen der israelischen Armee mit dutzenden Jeeps in die palästinensische Stadt Dura ein und nahmen der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma&#8217;an zufolge, mehr als 20 Menschen gefangen.</strong><span id="more-1807"></span></p>
<p>Örtlichen Behörden zufolge sollen insgesamt 26 Männer verschleppt worden sein, nachdem israelische Soldaten zuvor in der Stadt nahe Hebron in mehrere Wohnungen einbrachen. Unter den Gefangenen sollen sich mehrere Angehörige der selben Familie gehören.</p>
<p>Eine Sprecherin der israelischen Armee bestätigte die Festnahmen berichtete aber, dass der Grund der Gefangennahmen sowie Dauer der Haftzeit nicht bekannt seien. Bisher ist auch nicht bekannt wohin die Männer gebracht wurden.</p>
<p>In israelischen Gefängnissen befinden sich momentan ca. 11.000 palästinensische Gefangene, viele von ihnen ohne Anklage. Menschenrechtsorganisationen berichten immer wieder über Fälle von Folter in israelischer Haft. Zuletzt verstarb am 10. Juni 2010 der 37-jährige Abdul-Salem Abdeen nach schwerer Folter in israelischer Haft.</p>
<p><em>Text: Fabian Köhler (ISM) / Bild: Ma&#8217;an</em></p>
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		<title>Bil’in: Militärgericht spricht Adeeb Abu Rahma schuldig!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 09:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge & Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand & Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Adeeb Abu Rahma]]></category>
		<category><![CDATA[Bil'in]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstrationen]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Militärrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag, den 11. Juni, wurde Adeeb Abu Rahma aus Bil’in wegen seiner Teilnahme an Protesten gegen die israelische Apartheidmauer verurteilt. Abu Rahma ist damit der erster Aktivist der friedlichen Widerstandsbewegung in der Westbank, der von einem Militärgericht schuldig gesprochen wurde. Dieser Schuldspruch könnte als Präzedenzfall für andere Aktivisten in Haft dienen, die wegen der Organisation oder Teilnahme an Demonstrationen gegen die illegale Mauer festgenommen wurden.
Adeeb Abu Rahma, ein 40- jähriger Taxifahrer und Vater von neun Kindern nahm regelmäßig an den Demonstrationen gegen die israelische Mauer teil. Er wurde am ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Am Sonntag, den 11. Juni, wurde Adeeb Abu Rahma aus Bil’in wegen seiner Teilnahme an Protesten gegen die israelische Apartheidmauer verurteilt. Abu Rahma ist damit der erster Aktivist der friedlichen Widerstandsbewegung in der Westbank, der von einem Militärgericht schuldig gesprochen wurde. <strong><span id="more-1641"></span></strong>Dieser Schuldspruch könnte als Präzedenzfall für andere Aktivisten in Haft dienen, die wegen der Organisation oder Teilnahme an Demonstrationen gegen die illegale Mauer festgenommen wurden.</strong></p>
<p>Adeeb Abu Rahma, ein 40- jähriger Taxifahrer und Vater von neun Kindern nahm regelmäßig an den Demonstrationen gegen die israelische Mauer teil. Er wurde am 10. Juli 2009 verhaftet, aufgrund eines Fotos, das ihn mit einer Ziwebel in der Hand zeigt, einem oft benutzten Mittel gegen die Wirkungen von Tränengas. Nach Interpretationen der Anklage war die Zwiebel ein Megaphon und Instrument zur Aufwiegelung.</p>
<p>Auf der Basis von Verhören minderjähriger Jugendlicher aus Bil’in, die von der IDF nachts verhaftet und verschleppt wurden, lautete die Anklage auf Störung der öffentlichen Ordnung, Aufwiegelung und Betreten einer militärischen Zone. Viele der „Fakten“, die bei diesen Verhören in Abwesenheit der Eltern oder Anwälte herauskamen, erwiesen sich später als falsch.</p>
<p><strong><a href="http://www.ism-germany.net/wp-content/adeeb-abu-rahma-activestills-photo-400x266.jpg"><img class="size-full wp-image-1642 aligncenter" title="adeeb-abu-rahma-activestills-photo-400x266" src="http://www.ism-germany.net/wp-content/adeeb-abu-rahma-activestills-photo-400x266.jpg" alt="adeeb abu rahma activestills photo 400x266 Bil’in: Militärgericht spricht Adeeb Abu Rahma schuldig! " width="400" height="266" /></a></strong></p>
<p>Bis auf einen Anklagepunkt- der Teilnahme an verschiedenen Demonstrationen- hat Adeeb Abu Rahma die Vorwürfe der israelischen Behörden kategorisch zurückgewiesen Viele Palästinenser wurden bisher verhaftet und ohne formale Anklage oder Gerichtsverfahren inhaftiert. Aktivisten, die wegen Steinewerfens festgenommen wurden, wählen oft den Weg der Verfahrensabsprache, sie bekennen sich schuldig, nachdem ein bestimmtes Strafmaß ausgehandelt wurde.</p>
<p><strong>Amnesty International forderte vergangene Woche einen Freispruch fϋr Abu Rahma</strong></p>
<p>„Der weite Ermessensspielraum der israelischen militärischen Verordnungen könnte dazu führen, dass Herr Rahma allein wegen der Ausübung seines Rechtes auf freie Meinungsäußerung im Widerstand gegen israelische Maßnahmen in der Westbank ins Gefängnis kommt,“ sagte AI. „In diesem Fall würden wir ihn als politischen Gefangenen ansehen und seine sofortige bedingungslose Freilassung fordern.“ AI liegen keine glaubwürdigen Beweise vor, dass Adeeb Abu Rahma selbst Gewalt angewandt oder befürwortet habe.<br />
Militärische Verordnungen werden auf Palästinenser unter israelischer Besetzung in der Westbank angewandt. Die Anklage auf „Aufwiegelung und Feindliche Propaganda“ kann zu einer Maximalstrafe von bis zu zehn Jahren führen, zu einer Geldstrafe oder beidem. Unter dem Vorwurf der „Aktivitäten gegen die öffentliche Ordnung“ können Palästinenser bis zu fünf Jahre Gefängnisstrafe erhalten. Am 30. Juni will das israelische Gericht das Strafmaß für Abu Rahma bestimmen.</p>
<p><strong>333 Tage unter schwierigen Bedingungen im Westbank Gefängnis Ofer</strong></p>
<p>Die Kommunikation mit seiner Familie ist Abu Rahma kaum möglich: Seiner Frau Fatma Abu Rahma wurden bisher nur zwei Besuche gestattet und da weder Telefonate noch Briefe erlaubt sind, muss sie darauf warten, dass freigelassene Aktivisten neue Nachrichten ϋber ihren Mann ϋberbringen. Die Haftbedingungen in Ofer sind sehr hart; Adeeb wurde während der ersten Tage im Gefängnis von seinen  Wärtern geschlagen und er verbringt mehr als 23 Stunden pro Tag zusammen mit zehn anderen Häftlingen in einer dunklen, ca. 15 Quadratmeter großen Zelle.</p>
<p><a href="http://www.ism-germany.net/wp-content/adeeb-abu-rahma-activestills-photo.jpg"><img class="aligncenter  size-full wp-image-1644" title="adeeb-abu-rahma-activestills-photo" src="http://www.ism-germany.net/wp-content/adeeb-abu-rahma-activestills-photo.jpg" alt="adeeb abu rahma activestills photo Bil’in: Militärgericht spricht Adeeb Abu Rahma schuldig! " width="571" height="380" /></a></p>
<p><strong>Verhaftungen, Razzien und Verletzungen: Die IDF verstärkt den Druck auf die Widerstandsbewegung</strong></p>
<p>Mit der Verhaftung von drei prominenten Aktivisten gegen die Mauer im letzten Jahre- Mohammed Othman, Abdallah Abu Rahma and Jamal Juma- verstärkte sich die Kampagne zur Niederschlagung der friedlichen Opposition gegen die Konstruktion der Apartheidmauer. Einer weltweiten Protestwelle folgend wurden Mohammed Othman und Jamal Juma im Januar 2010 ohne formale Anklage freigelassen. Abdallah Abu Rahme, Leiter des Bürgerkomitees in Bil‘in gegen die Mauer, wird seit Dezember 2009  im Gefängnis Ofer festgehalten.</p>
<p>Die Dorfbewohner Bil’ins, palästinensische, isrealische und internationale Unterstützer halten seit über fünf Jahren wöchentliche Proteste gegen die Mauer und die Konfiszierung von Land ab.</p>
<p>Im März 2010 drangen israelische Soldaten nachts in das Dorf ein und brachten Bekanntmachungen an den Häusern an, dass Bilin und Umgebung bis August jeden Freitag von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends eine geschlossene militärische Zone sei. Dieser Militärbefehl gilt für israelische Staatsbürger, Ausländer und Palästinenser, die nicht aus Bil’in kommen. Am vergangenen Freitag errichtete die IDF einen militärischen Checkpoint am Eingang des Dorfes, um Anreisenden die Teilnahme am wöchentlichen Protest zu verwehren oder erschweren. Dorfbewohner von Bil‘in sind von der Anordnung nicht betroffen.</p>
<p>In den letzten zwei Jahren haben israelische Soldaten bei Demonstrationen gegen die Mauer acht Menschen getötet, darunter einen 10 jährigen Jungen und zwei Teenager. Basem Ibrahim Abu Rameh aus Bil’in wurde im April 2009 von einem Tränengaskanister tödlich getroffen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, zum Teil schwer. Der Amerikaner Tristan Anderson, Mitglied der Internationalen Solidaritätsbewegung wurde letztes Jahr bei einer Demonstration im palästinensischen Dorf Nil’in von einem Tränengaskanister am Kopf getroffen. Ein Teil seines Gehirns musste entfernt werden; er ist an einen Rollstuhl gebunden und seine geistigen Funktionen sind erheblich reduziert. Bei einer Demonstration gegen den israelischen Angriff auf die Freedom Flotilla zerstörte ein Tränengaskanister das linke Auge der 21-jährigen Amerikanerin Emily Henochowicz.</p>
<p>Die israelischen Behörden konnten bisher keine glaubwürdigen Beweise vorlegen, dass diese Demonstranten das Leben von Soldaten gefährdeten.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/-St2hn_qPwE" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-St2hn_qPwE" /></object></p>
<p><strong>Die Apartheidmauer in der Westbank</strong></p>
<p>Der Hauptteil der israelischen Mauer wurde nicht auf der „Günen Linie“ (der Waffenstillstandslinie von 1949, die den Staat Israel von der besetzten Westbank trennt) errichtet, sondern auf palästinensichem Land in der Westbank. 700 Kilometern lang umschliesst sie palästinensische Dörfer und ganze Nachbarschaften in und um Ostjerusalem. Sie trennt palästinensische Familien von einander und von lebenswichtigen Dienstleistungen., wie auch Bauern von ihren Feldern.</p>
<p>2004 urteilte der Internationale Gerichtshof, dass die Konstruktion der Mauer im besetzten palästinensischem Gebiet internationales Recht verletze und forderte von Israel den Abbau der völkerrechtswidrigen Mauer und die Zahlung von Schadensersatz für die Zerstörung von Häusern und Olivenhainen bei der Konstruktion.</p>
<p><em>Weitere Informationen zu dem Fall gibt es bei bei <a href="http://www.amnesty.ca/resource_centre/news/view.php?load=arcview&amp;article=5414&amp;c=Resource+Centre+News" target="_blank">Amnesty International</a>, auf der Website des Ortes <a href="http://www.bilin-village.org/english/articles/testimonies/Life-without-my-imprisoned-husband-The-account-of-Adeeb-Abu-Rahma-s-wife" target="_blank">Bil&#8217;in</a> und in einem Artikel der israelischen Tageszeitung<a href="http://www.haaretz.com/print-edition/features/amira-hass-beatings-arrests-nighttime-raids-and-dubious-indictments-1.295998?localLinksEnabled=false" target="_blank"> Haaretz</a>.</em></p>
<p><em>Text: Martina Lauer (ISM) / Bild: <a href="http://www.activestills.org" target="_blank">Active Stills</a></em></p>
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		<title>Videodoku aus dem Nordlibanon: &#8220;Checkpoints und mehr&#8221;</title>
		<link>http://www.ism-germany.net/2010/06/14/videodoku-aus-dem-sdlibanon-checkpoints-und-mehr</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 08:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge & Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[A-Films]]></category>
		<category><![CDATA[anarchistisches Filmkollektiv]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
		<category><![CDATA[Nahr Al-Bared]]></category>
		<category><![CDATA[UNRWA]]></category>

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		<description><![CDATA[2007 zerstörte die libanesische Armee das palästinensische Flüchtlingslager Nahr Al-Bared. Hunderte Menschen starben, Zehntausende wurden zu Flüchtlingen.  Ein neuer 30-minütiger Film von A-Films dokumentiert die Probleme, mit denen die zurückgekehrten Bewohner beim Wiederaufbau zu kämpfen haben.
Das Flüchtlingslager Nahr Al-Bared hat sich bis heute nicht vom verheerenden Krieg des Jahres 2007 erholt. Die Libanesische Armee hält das Camp und die 20.000 zurückgekehrten Palästinenser nach wie vor fest im Griff. die militärische Belagerung behindert den wirtschaftlichen wiederaufbau Nahr Al-Bareds stark, da der Zugang enorm restriktiv ist und das Gebiet zur Militärzone ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>2007 zerstörte die libanesische Armee das palästinensische Flüchtlingslager Nahr Al-Bared. Hunderte Menschen starben, Zehntausende wurden zu Flüchtlingen.  Ein neuer 30-minütiger Film von A-Films dokumentiert die Probleme, mit denen die zurückgekehrten Bewohner beim Wiederaufbau zu kämpfen haben.</strong><span id="more-1600"></span></p>
<p>Das Flüchtlingslager Nahr Al-Bared hat sich bis heute nicht vom verheerenden Krieg des Jahres 2007 <a href="http://a-films.blogspot.com/2010/03/10mar12de.html">erholt</a>. Die Libanesische Armee hält das Camp und die 20.000 zurückgekehrten Palästinenser nach wie vor fest im Griff. die militärische Belagerung <a href="http://a-films.blogspot.com/2010/01/10jan19de.html">behindert</a> den wirtschaftlichen wiederaufbau Nahr Al-Bareds stark, da der Zugang enorm restriktiv ist und das Gebiet zur <a href="http://a-films.blogspot.com/2010/01/10jan18de.html">Militärzone</a> erklärt wurde. nach einer kürzlich erschienenen Studie werden die Präsenz und Maßnahmen der Armee von 98 Prozent der palästinensischen Geschäftsbesitzer als Problem bezeichnet. Das Militär begründet seine Präsenz derweil mit der Garantie der Sicherheit der Flüchtlinge.</p>
<p>Dieser 30-minütige Film dokumentiert die Konsequenzen der Belagerung Nahr Al-Bareds. Händler und Handwerker erklären ihre spezifischen Probleme und der zuständige UNRWA-Projektmanager, eine Projektkoordinatorin der palästinensisch-arabischen Frauenliga, der Präsident des lokalen Händlerkomitees und ein Wissenschaftler schildern ihre Perspektiven und Gedanken zum Thema.</p>
<p>Die Kurzdoku kann auch <a href="http://www.archive.org/details/checkpoints_de">hier</a> heruntergeladen werden.</p>
<p>1/3</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/1raa47ef-5g" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/1raa47ef-5g" /></object></p>
<p>2/3</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/huAf7yWbY4g" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/huAf7yWbY4g" /></object></p>
<p>3/3</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/oUckv6cZcNE" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/oUckv6cZcNE" /></object></p>
<p><a href="http://a-films.blogspot.com/" target="_blank"><em>Text: A-Films</em></a></p>
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		<item>
		<title>Palästinenser stirbt nach Folter in israelischer Haft</title>
		<link>http://www.ism-germany.net/2010/06/11/palstinenser-stirbt-nach-folter-israelischer-haft</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 07:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge & Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Abdul-Saleem Abdeen]]></category>
		<category><![CDATA[Ahrar Center for Dentainees Studies]]></category>
		<category><![CDATA[Al Azraiyya]]></category>
		<category><![CDATA[Ashkelon]]></category>
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		<category><![CDATA[Ramallah]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag starb der Palästinenser Abdul-Saleem Abdeen in israelischer Haft. Zuvor soll der 37-jährige, der wegen einem Verkehrsunfall in Haft saß, gefoltert worden sein.Wie das Forschungsinstut Ahrar Center for Dentainees Studies berichtet, wurde Abeen zuletzt am Montag lebend gesehen. Sein Frau, die ihn im Gefängnis besuchte, berichtete über extreme Schmerzen und starke körperliche Einschränkungen ihres Mannes .
Berichten zufolge soll Abdeen in seiner Zelle gefoltert worden und darauf verstorben sein. Abdeen litt seit längerem unter schweren gesundheitlichen Problemen, die sich in letzter Zeit verschärften, da israelische Behörden ihm die medizinische Versorgung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ism-germany.net/wp-content/Abdeen.jpg"><img class="size-full wp-image-1570 alignleft" title="Abdeen" src="http://www.ism-germany.net/wp-content/Abdeen.jpg" alt="Abdeen Palästinenser stirbt nach Folter in israelischer Haft" width="249" height="225" /></a><strong>Am Donnerstag starb der Palästinenser Abdul-Saleem Abdeen in israelischer Haft. Zuvor soll der 37-jährige, der wegen einem Verkehrsunfall in Haft saß, gefoltert worden sein.</strong><span id="more-1569"></span>Wie das Forschungsinstut Ahrar Center for Dentainees Studies berichtet, wurde Abeen zuletzt am Montag lebend gesehen. Sein Frau, die ihn im Gefängnis besuchte, berichtete über extreme Schmerzen und starke körperliche Einschränkungen ihres Mannes .</p>
<p>Berichten zufolge soll Abdeen in seiner Zelle gefoltert worden und darauf verstorben sein. Abdeen litt seit längerem unter schweren gesundheitlichen Problemen, die sich in letzter Zeit verschärften, da israelische Behörden ihm die medizinische Versorgung verweigerten.</p>
<p>Abdul-Saleem Abdeen wurde vor zwei Jahren von israelischen Soldaten gefangen genommen, nachdem sein Auto mit einem israelischem Fahrzeug zusammenstieß. In letzterem befanden sich zwei israelische Polizisten, die bei dem Unfall leicht verletzt wurden.</p>
<p>Abdeen war unter anderem im Gefängnis Asqalan (Ashkelon) inhaftiert, wo er mehrere Wochen gefoltert wurde. Nach mehreren Verlegungen starb er am Donnerstag im Gefängnis Mejeddo.<br />
Der Besitzer einer Plastikfabrik war Vater von drei Söhnen und zwei Töchtern und lebte zuerst in der Ortschaft Al Azraiyya in Ostjerusalem, bevor er aufgrund des Baus der israelischen Apartheidsmauer nach Ramallah umziehen musste.</p>
<p>Mit seinem Tod steigt die Zahl von in israelischen Gefängnissen gestorbenen Palästinensern auf 199. 70 von ihnen starben an den Folgen von Folter, 70 wurden während oder im Anschluss an ihre Haftstrafe erschossen und 52 starben aufgrund fehlender medizinischer Versorgung.</p>
<p><em>Text: Fabian Köhler (ISM)</em></p>
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